Die Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW) Bezirksverwaltung (BV) Bremen ist für die Entschädigung meiner Unfallfolgen zuständig. Ich fühle mich durch die BGHW & Sozialgericht (SG) Bremen ungerecht behandelt. Erst nach 12 Jahren und Klagehäufung, wie sie bisher noch nie vorgekommen ist, kam es am 19.06.2014 zum Teilerfolg. 

 

Ich leide unter einer merkwürdigen Behandlung der BGHW: 

In der BG-Ambulanz Bremen wurde am 27.08.2021 ein Verlaufsbericht über meinen 1. Arbeitsunfall vom 19.06.1968 angefertigt. Und dokumentiert wie die BGHW mich als Unfallverletzten behandelt. Nach meinem SHT soll es zu einer besonderen Heilbehandlung bei einem Neurologen kommen.

 

Mit dem Verlaufsbericht wurde nachvollziehbar, dass die "anfallsartigen Kopfschmerzen" nicht mehr als Unfallfolge bei der BG-Ambulanz Bremen geführt werden. 

 

Ferner wurde als Unfallfolge aber bestätigt: Es liegt eine retropatellare Arthrose links vor. Und eine Lendenwirbelkörperfraktur L4 wurde als Unfallfolge dokumentiert. Zu der Lendenwirbelfraktur ist es am 08.04.2020 bei einem Fahrradsturz gekommen. Ausgelöst durch Muskelschwäche. 

 

Diese wurde bisher aber nicht mit Bescheid als Unfallfolge von der BGHW festgesetzt. Und somit auch nicht entschädigt. 

 

Ggf. bittet die BG-Ambulanz Rückmeldung seitens der BGHW. 

 

Migräne accompagnée

Erst nach 34 Jahren und mit Bescheid vom 12.09.2002 hat die BGHW "anfallsartige Kopfschmerzen" als Unfallfolge anerkannt. Mit einem weiteren Bescheid vom 25.02.2008 hat die BGHW ihren Bescheid vom 12.09.2002 als rechtswidrig bezeichnet und hätte sich damit eine mögliche Entschädigung und die Behandlungskosten ersparen können. Dem ist das LSG Bremen in dem Urteil vom 18.12.2008 (Az. L14 U 183/05) aber nicht gefolgt.

 

Bei den "anfallsartigen Kopfschmerzen" kommt hinzu, dass es sich hierbei nicht um eine Diagnose, sondern um ein Symptom handelt. Die BGHW hat also die Nebenerscheinungen in keinem Bescheid übernommen und somit auch nicht entschädigt. Denn die Sachverständigen haben als Unfallfolge eine Migräne accompagnée diagnostiziert. 

 

Dazu im Einklang liegt die Stellungnahme aus dem Gutachtenzentrum der BG Hamburg vom 17.11.2011 vor.

 

12.09.2002

 "anfallsartige Kopfschmerzen", werden anerkannt.  

 

25.02.2008

 "anfallsartige Kopfschmerzen", werden aberkannt.  

 

18.12.2008

Urteil aus dem LSG Bremen

Der Bescheid vom 25.02.2008 wurde aufgehoben.

Damit sind die "anfallsartigen Kopfschmerzen" weiter Unfallfolge aus dem Arbeitsunfall vom 19.06.1968.

 

17.11.2011

Stellungnahme Gutachtenzentrum